Demenzpuppe

Demenzpuppen

Eine erfolgreiche Therapiemöglichkeit

In der Arbeit mit meinen Klienten verwende ich sehr gerne Demenz- oder Empathiepuppen. Sie lassen sich sehr erfolgreich in der Therapie von Patienten mit Demenzerkrankungen und Alzheimer einsetzen.

Sie sind aus einem weichen Material gefertigt und haben sehr klare Gesichtsstrukturen. Durch ihre Ähnlichkeit zu einem echten Baby fühlen Betroffene sich in ihre Elternrolle zurückversetzt und widmen dem „Kind“ AufmerksamkeitZuneigung und Vertrauen – der natürliche Fürsorge- und Beschützerinstinkt wird geweckt.

Was machen diese Puppen mit den Menschen?

  • fördern Kommunikation
  • helfen Ängste reduzieren
  • bauen Aggressionen ab
  • lindern Stress
  • lassen Erfolgserlebnisse zu
  • bieten Ausdrucksmöglichkeit
  • ermöglichen das Liebhaben, das Kümmern, das Trösten

Sie sind für viele an Demenz erkrankte Personen die Quelle der Freude und des Trostes.

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Lebensalbum Alzheimer Demenz

Lebensalbum

Der Schlüssel zur eigenen Identität

Ein Lebensalbum als Orientierungshilfe für Menschen mit Demenz – bzw. ein Schlüssel zum Öffnen manch bereits verschlossener Tür.

Menschen die an Demenz erkranken, bekommen oft schon sehr früh Probleme beim Abrufen Ihrer ganz persönlichen Lebensgeschichte. Sie haben das Gefühl, Ihre eigene Persönlichkeit zu verlieren. Große Verzweiflung und Orientierungslosigkeit ist das Ergebnis.
Hilfe bringt das gemeinsame Erstellen eines persönlichen Lebensalbum

Was ist das?

Ein Erinnerungsalbum der persönlichen Lebensgeschichte inklusive Beschriftung

Was ist zu beachten?

Bilder chronologisch anordnen – Beschriftung „Wo? Wer? Wann?“ – Text in klarer Schrift – einfache Sätze – Platz für eigene Kommentare lassen

Was muss drinnen sein?

Informationen über die Person (Geburtsdatum, Geburtsort, wichtige Ereignisse des Betroffenen, Erinnerungen und Zeitungsberichte etc.) Photos von Personen in verschiedensten Altersstufen, Bilder früherer Wohnorte – Erleichterung zur Erkennung des eigenen Zuhauses, aktuelle Ereignisse immer wieder ergänzen (zum Beispiel Umzug in ein Altenheim, Bilder von PflegerInnen und Betreuungspersonen….)

Was bringt es?

  • Fördert die Kommunikation (Besucher haben Gesprächsstoff)
  • Hält Erlebnisse wach
  • Gibt Identität zurück
  • Steigert Selbstvertrauen, Selbstachtung und Sicherheit
  • Erinnert an die gute, alte Zeit
  • Hält vor Augen, was der Mensch alles im Leben bereits erreicht hat
  • Hilft den Menschen mit Demenz als Individuum wahrzunehmen

TIPP

Das Lebensalbum immer offen liegen lassen, es ermuntert Betroffene und Besucher darin zu blättern!


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Lebensreise-Spiel-Demenz

Demenzspiel LebensReise

Spielerisch auf der Reise durchs Leben

Während meiner Ausbildung zur Demenztrainerin bin ich auf dieses wunderbare Spiel „LebensReise“ gestoßen. Ich habe mich auf eine Entdeckungsreise meiner eigenen Vergangenheit begeben – und es hat gut getan.

Lebensrückschau ist ein natürliches Verhalten, welches nicht nur im hohen Alter zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit führt. Doch scheint es, dass das Bedürfnis nach dem „Blick zurück“ im Alter stark ansteigt. Älteren Menschen beschäftigen sich sehr gerne mit Ihrer Vergangenheit und finden in diesem Spiel die Möglichkeit, ihre Erlebnisse aufzuarbeiten. Es regt zum Erzählen an und fördert somit die Kommunikation. Es führt Menschen zueinander und kann als Verbindungsglied zwischen Jung und Alt eingesetzt werden. Jeder einzelne Spieler erfährt persönliche Wertschätzung und darf sich als wichtige Person im Kontakt mit anderen wahrnehmen. Dieses Spiel stellt die Biographie, sowie die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Mitspielers in den Mittelpunkt.

Das Spiel LebensReise fördert …

  • die Gruppenfähigkeit
  • die Kommunikationsfähigkeit
  • den Selbstwert
  • das Erkennen eigener Stärken und Schwächen
  • kognitive Fähigkeiten (Training fürs Gedächtnis)
  • den Prozess der Selbstbeachtung
  • den Ausdruck von Emotionen, die durch den Erinnerungsprozess hervorgerufen werden
  • die Möglichkeit, andere Bewältigungstechniken für schwierige Erinnerungen kennenzulernen
  • die Abschwächung von Einzelschicksalen auf Grund kollektiver Lebenserfahrung
  • das Erkennen des persönlichen Lebenssinnes
  • das Auseinandersetzen mit der eigenen Lebensgeschichte und die Akzeptanz von nicht erfüllten Hoffnungen und Illusionen

Noch ein paar Tipps …

… um in das Lebensumfeld von an Demenz Erkrankten mehr Sicherheit zu bringen und um ihre Selbständigkeit so lange wie möglich zu bewahren:

GEFAHRENQUELLEN MINIMIEREN:

Mit einfachen Hilfsmitteln können schwere Unfälle im Haushalt vermieden werden. Es ist sehr ratsam ein Augenmerk auf folgende Dinge im Wohnbereich zu legen:

  • Glastüren bzw. Glasflächen auffällig markieren – bzw. mit einer Splitterschutzfolie versehen (Sturzgefahr)
  • Teppiche und lose Kabeln entfernen (Stolpergefahr)
  • Medikamente, Putzmittel, Giftpflanzen und kleine Gegenstände sicher versperren
  • Wassertemperaturen niedrig einstellen
  • Augenmerk auf gefährliche Gegenstände legen (Messer, Scheren, Feuer, …..)
  • Genügend Licht in der Wohnung und Bewegungsmelder sind Hilfsmittel zur Orientierung
  • Giftige bzw. intensiv duftende oder stachelige Pflanzen aus dem Wohnraum entfernen

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Demenz Whiteboard

Demenz-Whiteboard

Demenz Whiteboard hilft, Ängste zu reduzieren

Wie einfach und effektiv Hilfsmittel im Zusammenleben mit an Demenz erkrankten Personen sein können, zeigt dieses Beispiel, das gerade im Internet kursiert:  BBC Trending – Dementia whiteboard ‚touches hearts‘ around the world

Kaum finanzieller bzw. zeitlicher Aufwand – individuell gestaltbar – praktisch für den täglichen Gebrauch – schafft dieses einfache Whiteboard, Ängste zu nehmen, Dinge in Erinnerung zu behalten und länger selbstständig zu bleiben. Schreiben Sie täglich wichtige Nachrichten, Informationen, Erinnerungen oder einfach nur liebe Worte auf die Tafel. Es nimmt den Erkrankten ihre Ängste und gibt den Angehörigen mehr Sicherheit.

Ich habe mit dieser Methode bereits viel Erfahrung gemacht und oft sind es die kleinen Erfolge, die viel bewirken. Erst letzte Woche erreichte mich ein Hilferuf einer verzweifelten Tochter, deren Vater an Demenz erkrankt ist und die pflegende Mutter krankheitsbedingt ins Spital musste. Die täglichen Anrufe Ihres Vaters waren von Angst geprägt und ihr Rhythmus verkürzte sich zusehends. Da musste eine Lösung her und mein Tipp ein Whiteboard zu verwenden half. Er vergaß nicht mehr zu trinken und zu essen, die Ängste verringerten sich und er war stolz, den Alltag zumindest für ein paar Stunden alleine meistern zu können. Die Erleichterung in der Familie war riesengroß!

Demenz Whiteboard

Noch ein paar Tipps …

… um in das Lebensumfeld von an Demenz Erkrankten mehr Sicherheit zu bringen und um ihre Selbständigkeit so lange wie möglich zu bewahren:

KLEIDUNG

Bei der Bekleidung kann man durch einfache Maßnahmen helfen, dass das selbständige Ankleiden länger funktioniert. Beachten sollte man mögliche Gefahrenquellen um Stürze zu vermeiden. Hier einige Beispiele:

  • Kleidung die zu lange ist, kann zum Sturz führen
  • Klettverschlüsse erleichtern manchmal das Ankleiden
  • Klettverschlüsse bei Schuhen kann ein Stolpern verhindern
  • Lange „Schuhlöffel“ erleichtern das Anziehen des Schuhwerks
  • Adresse in Kleidung anbringen (hilfreich bei Abgängigkeit des Angehörigen)

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Bücher Alzheimer Demenz

Buchtipps zum Thema Alzheimer Demenz

"Wie die Zeit vergeht" - Buchtipp Demenz„Wie die Zeit vergeht“ – Geschichten zum Vorlesen für Menschen mit Demenz

Ulrike Strätling

Mit kurzen Alltagsgeschichten werden Erinnerungen von Demenz Patienten wach gerufen. Die Geschichten aus den 60er und 70er Jahren machen sowohl Patienten als auch Betreuern Spaß.

„Motivieren, Aktivieren, Stärken“ – Tipps und Grenzen für Beschäftigung und stadiengerechtes Training mit Menschen mit Demenz

Hrsg: M.A.S. Alzheimerhilfe

„Gut leben mit Demenz“ – Betroffene & Angehörige kommen zu Wort

Hrsg: M.A.S. Alzheimerhilfe

„Greta ist nicht mehr da“ – Einblicke in ein Leben mit Demenz

Hrsg: M.A.S. Alzheimerhilfe

Tagebuchaufzeichnungen eines pflegenden Angehörigen